Abendstimmung in der Civetta

Stellungnahme zum SZ Artikel Eine persönliche Stellungnahme zum Journalismus der SZ

Die Angriffe auf Heinz Grill gehen weiter, wie man in dem dreiseitigen Artikel "Der Guru" in der Wochenendausgabe 13./14.04.2019 der Süddeutschen Zeitung lesen kann.
 
Der Umfang dieses Artikels, drei Seiten in der Rubrik "Buch Zwei", suggeriert dem Leser schon die Wichtigkeit des Themas. Es entsteht der Eindruck einer umfangreichen Recherche, die sich bei näherer Betrachtung als einseitig und oberflächlich herausstellt, da die scheinbaren Fakten in unwahre Zusammenhänge gebracht werden und in dieser Darstellungsform nicht den Tatsachen entsprechen.

Ursprünglich ist ein freier Journalismus, frei von Staat und Kirche, als Kontrollorgan gedacht. Seriöser Journalismus muss Fakten aufzeigen, den Leser so klar und logisch nachvollziehbar informieren, dass dieser sich ein Bild von einer Sache machen kann. Anders bei Desinformation, die gezielt falsche, einseitige oder verzerrte Informationen streut und damit die Grundlage für die Suggestion, die manipulative Beeinflussung von Denken, Fühlen und Handeln, bildet.
  
"Seien Sie anspruchsvoll" ist der Slogan der Süddeutschen Zeitung. Ich stelle die Frage "Ist die Süddeutsche Zeitung anspruchsvoll? Wo liegt der Anspruch der SZ in diesem Artikel?" Meines Erachtens ist seriöser Journalismus und eine objektive Information etwas anderes.
 
Nimmt man nur einmal das schriftstellerische Werk von Heinz Grill, so hat er an die 140 Bücher und Broschüren über verschiedene Fachbereiche verfasst. Anhand seiner Literatur und auf seiner Homepage www.heinz-grill.de  kann man sich ein Bild über sein Gedankengut und seine geisteswissenschaftliche Forschungsarbeit machen.
Das "freie Menschenbild" der Anthroposophie, das beinhaltet, dass der Mensch neben einem physischen Körper ein Seelen- und Geistleben besitzt, und damit auch ein Bewusstein, bildet die Grundlage des "Neuen Yogawillens". von Heinz Grill. Jeder Mensch besitzt die Möglichkeit, ein freies und unabhängiges Bewusstsein eigenständig zu entwickeln, um dadurch zu einer Unabhängigkeit und Freiheit gegenüber Suggestionen zu gelangen.

Ich habe meine dreijährige Yogalehrer-Ausbildung bei Heinz Grill absolviert, und es wurden nie - wie im Artikel erwähnt - Erleuchtungs-Versprechen gegeben, noch war von seiner Seite eine Guru- und Gruppenstruktur gegeben. Die Grundlage für Ausbildungen und Seminare, bei denen Heinz Grill als Referent tätig ist, bildet eine individuelle, eigenständige und bewusste Auseinandersetzung mit spirituellen Inhalten. Ich persönlich kann sicher sagen, dass man Heinz Grill nicht mit Charakterlosigkeit oder gar mit Mord in Verbindung bringen kann. Ich erlebe ihn als unabhängigen und freilassenden Menschen, mit einem ausgeprägten Sinn für Ästhetik, und das drückt sich in seinem bisherigen Lebenswerk aus. Die Schönheit der eleganten über 100 Klettertouren allein im Sarcatal, an die 40 große Touren in den Dolomiten und weitere erlebnisreiche Linien auf Sizilien, sprechen eine Sprache. Seine Fachkunde reicht von der Heilkunde über die Pädagogik, Ernährung und Baukunst in viele praktische Bereiche des Lebens und stellt immer die aufbauende und ganzheitliche Entwicklung des Menschen im sozialen Kontext in den Mittelpunkt.

Der Ursprung dieses Angriffes bleibt, wie so häufig, im Verborgenen. Er ist in der Zusammenarbeit der Familie B. aus München mit der katholischen Kirche zu suchen.
 
Christine Heiß